Dienstag, 16. Dezember 2014

Lost in Bangkok Part 2

Nachdem ich nach unserem ersten Tag in Bangkok nur einmal nachts wach geworden bin, haben wir bis neun Uhr geschlafen, was für meinen Mann schon sehr ungewöhnlich ist! Aber wir haben auch dem Jetlag ein Schnippchen schlagen können ;-) Das Frühstücksbuffett in unserem Hotel war gigantisch, Angefangen bei europäischem Frühstück (Brot, Müsli, Obst) über amerikanisch (Pancakes, alle Art von Eierspeisen, Bacon....) über indisch und asiatisch (Suppen, gebratener Reis/ Nudeln, Salate....).
An diesem Tag wollten wir uns ein paar der berühmten Tempel anschauen und beginnen sollte das Ganze mit einer Fahrt mit einem Wassertaxi über den Chao Phraya! Und auch hier, wie schon am ersten Tag, sind wir wieder in eine typische Touristenfalle getappt! Aus unserem Hotel raus, wußten wir eigentlich genau wie wir zur Anlegestelle der Wassertaxis gelangen würden. An einer großen Kreuzung sprach uns ein etwas älterer Herr mit, wie er uns dann gleich erzählte, chinesischer Herkunft an. Belangloses Geplänkel über den Verkehr und wo wir hin wollten, wo wir her kommen... (Achtung Ironie!) Ganz zufällig war er Koch in genau unserem Hotel und war gerade auf dem Weg zur Anlegestelle, weil er mit dem Boot ins Krankenhaus wollte, um seine Frau und seinen neugeborenen Sohn zu besuchen! Na da hatte er bei uns ja gleich das richtige Thema angesprochen... Vor lauter Gequatsche sind wir dann gar nicht so gelaufen, wie wir das eigentlich vor hatten, bis wir dann mit ihm an einer Bootsanlegestelle ankamen. Dort haben wir unsere Tickets gekauft, ihm das Geld für sein Ticket gegeben (manchmal muss ich über mich selbst lachen, wie leichtgläubig man doch ist!), weil er uns ja so nett den Weg gezeigt und wertvolle Tipps gegeben hat.... Als wir dann in unser Boot eingestiegen sind und uns beim Ablegen nochmal zum Steg umdrehten, war der nette Mann schon wieder auf dem Rückweg, um noch mehr ahnungslose Touristen zu der Anlegestelle zu bringen....
Da saßen wir nun auf dieser wackligen Nussschale, während die typischen Longtails und Speedboote an uns vorbei rasten und deren Wellen unser Boot ganz schön schaukeln ließen! Die Zeit kam mir ewig vor auf diesem Boot und ich dachte, dass mein Leben nun zu Ende wäre! Ganz ehrlich, mein Mann musste sich glaube ich öfter zusammen reißen, damit er mich nicht auslacht, aber ich hab mich nur krampfhaft an der Reling festgehalten und gebetet, dass wir nicht umkippen!
Man beachte die verkrampfte Handhaltung und den bösen Blick;-)
Ich wäre beim kentern vermutlich vor Ekel gestorben, wenn ich in dieser Dreckbrühe, die sich Fluss nennt gelandet wäre! An sich hat man vom Wasser aus eine schöne Aussicht auf die Stadt und einige Tempel, die in wassernähe liegen, aber ich konnte diese Bootsfahrt nicht genießen.
Wat Arun
Als wir dann in einen der Kanäle fuhren, Khlong genannt, kam eine alte Frau angepaddelt (die Paddel waren ihre Hände!) und forderte uns mehr als unfreundlich auf, etwas zu trinken zu kaufen! Ich hatte allerdings keine Hand frei, musste mich am Boot festkrallen... Also paddelte sie schimpfend wieder weg. Die überall angekündigten Floating Market Touren sind die reinste Verar***e, denn in Bangkok selbst gibt es diese so gar nicht mehr, bis auf das einzelne Boot, das einem dann mit Souvenirs und Getränken entgegen kommt!
Ich war schließlich mehr als froh, dass wir es lebend wieder an Land schafften :-P
Schwierig war an diesem Tag schon die Kleiderwahl, da wir wußten, dass es in Tempelanlagen bestimmte Vorschriften diesbezüglich gibt. Also lange Hosen und Schuhe, die zu sind, zusätzlich noch eine Weste, um die Schultern zu bedecken (bei 35 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit). Klar gab es auch viele, denen diese Regeln augenscheinlich egal waren, aber ich denke man sollte jeder Kultur so viel Respekt entegegen bringen und sich gerade bei solchen Besichtigungen eben auch anpassen!
Bangkok hat unzählige Tempel und Tempelanlagen, so dass man an einem Tag nur einen Bruchteil, von dem zu sehen bekommt, was diese Religion bietet!
Beim berühmten liegenden Buddha im Wat Pho waren wir und dort gab es für die Touristen, die sich weniger Gedanken um die Kleiderwahl gemacht haben, lange Umhänge um freie Hautflächen zu bedecken. Natürlich muss man in diesem wie in jedem anderen Tempel die Schuhe vorher ausziehen, manchmal gibt es dann vorm Eingang kleine Schuhregale. Bei Wat Pho gab es kleine Schuhbeutel für jeden!

So richtig kann ich die Fotos nun gar nicht mehr den Tempeln zuordnen, aber alle waren doch sehr eindrucksvoll. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mir (zu hohe Erwartung?) das Ganze doch etwas "heiliger" vorgestellt habe! Wisst ihr, wie ich das meine? Ich habe schon große Kathedralen und in Portugal ganz kleine Kirchen gesehen, die irgendwie so was ehrfurchtsvolles an sich haben. In solchen Kirchen wird auch bei größerem Tourismus nur geflüstert und sich andächtig bewegt. Hier war das anders, die vielen Besucher waren sehr laut und auch die Tempel an sich sahen mit ihren unzähligen Ventilatoren und den zugemüllten Schreibtischen, die so achtlos neben den großen Statuen aufgestellt wurden so unaufgeräumt aus. (Da is er wieder der Spießer...)


Zwischen den Tempelanlagen haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch Bangkoks Chinatown gemacht und fuhren schließlich wieder Richtung Hotel! In der Nähe unseres Hotel haben wir dann noch ein kleines Restaurante gefunden und wieder sehr lecker gegessen. Dieses Mal gab es Pad Thai, grünes Curry und Papayasalt <3
Auch wenn ich mit Thailand an sich noch nicht so einig war, das Essen ist einfach traumhaft und genau nach unserem Geschmack!
Nach einer Dusche und einem Klamottenwechsel machten wir uns auf den Weg zum Lebua Hotel, das man von unserem Hotel in wenigen Minuten zu Fuß erreichen konnte. Dort wollten wir zur Rooftopbar im 64. Stockwerk (bekannt aus Hangover 2). Wer sich nicht an die Kleidervorschrift (Männer: lange Hosen, keine ärmellose Shirts, keine Flip Flops; Frauen haben es da ein weing einfacher, so lange man nicht wie der letzte Schluffi rumläuft!) hält, wird schon vor dem Fahrstuhl wieder weg geschickt. Aber auch wenn es sicher zum teuersten Abend eines Thailand Aufenthalt werden kann, mein Glas Weißwein kostete 1000 baht (=>ca. 24€) ein Cocktail 750 baht (=>ca. 18€), hat man eine spektakuläre Aussicht und es weht sogar eine angenehm kühle Brise!
Immerhin gibt´s noch kostenlos Nüsse und Oliven dazu;-P und ein DJ legt im Hintergrund House Beats auf.
Oben angekommen wurden wir in der Distil Bar zuerst zu einem Stehtisch gebracht und immer wenn jemand aufsteht, rutscht man quasi eine Position weiter. Erst der Stehtisch gleich an der Tür, dann ein Tisch näher Richtung Geländer und schließlich ein Plätzchen auf der Rundum Couch, welche wir glücklicherweise recht flott erreichten! Es werden auch Kleinigkeiten zu essen angeboten, wir haben dann aber lieber in Cocktails investiert;-)
Skybar
Man hat auch noch die Möglichkeit die Skybar zu besuchen, da geht es ein bißchen turbulenter zu als in der Destil Bar. Aber auch hier der spektakuläre Rundumblick!

Unseren letzten Tag in Bangkok haben wir dann nochmal genutzt, um ein bißchen durch die Shoppingmalls zu bummeln. So richtig fündig wurde ich nicht, da in den Malls entweder die Edelmarken vertreten waren, die ich mir nicht leisten kann/ will oder eben die bekannten Ketten, die es auch bei uns gibt und die bei 35 Grad die gleiche Winterkollektion wie in Deutschland führen. Außerdem gibt es dann noch das MBK Center, in dem man allerlei China Ware bekommt. Handyhüllen, Plastiktaschen, Polyester.... Auch nicht so wirklich meins. Auch das Verhandeln in diesem Laden ist mir irgendwie zu anstrengend. Auf einem kleinen Markt habe ich mir dann aber doch noch für 200 baht (=>keine 5€!) eine Handyhülle für mein neues iPhone gekauft (im MBK Center hätte ich 450 bezahlen sollen, vergleichen lohnt also!). Lustig und irgendwie befremdlich war auch die überall präsente Weihnachtsdeko vor und in den Shoppingmalls.


Abends wollten wir gerne auf eine großes Musikfestival, welches vor Centralworld stattfand. Leider haben wir den Ansturm unterschätzt und konnten nur von außen zuschauen und zuhören, also haben wir uns in einer der zahlreichen 7 Eleven Fillialen mit kalten Getränken eingedeckt und wie einige andere einfach vor den Absperrungen Platz genommen und der Live Musik zugehört!
Anschließend ging es wieder auf eine der zahlreichen Rooftop Bars, der Red Sky Bar! Nicht ganz so schön wie die Bar im Lebua, aber trotzdem mit einem tollen Ausblick und richtig guter Live Musik!
Ob ich mich dann doch noch mit Thailand anfreunden konnte, könnt ihr morgen in meinem Bericht zu unserem Inselaufenthalt auf Phuket, genauer gesagt in Khao lak, lesen!

Sawatdi Kah
Eure Karina


PS: Vielleicht ist jemandem meine kleine Tasche aufgefallen, die mich in Thailand wirklich überall begleitet hat. Das ist eine Purzelina von Purzelbine, aber diese Lieblingstasche verdient noch einen eigenen Post;-)

Montag, 15. Dezember 2014

Lost in Bangkok Part 1

Oder auch bin ich zu spießig für Thailand?
Dieser Post könnte eine Menge Überschriften haben, aber ich beginne jetzt einfach ein bißchen von unserem ersten Thailand Urlaub und meinem ersten Asienaufenthalt überhaupt zu erzählen! Ich betone gleich, dass alles was ich hier schreibe meine eigene ganz persönliche Meinung und Sichtweise ist. Sicherlich haben andere ganz andere Erfahrungen mit und in Bangkok gemacht!!!
Am 25.11. ging es von Frankfurt mit Thair Airways Richtung Bangkok. Bei der Buchung habe ich meinen Mann noch belächelt, weil er unbedingt den Flug mit dem Airbus A380 buchen wollte, aber als wir dann in dem riesigen Flieger Platz genommen habe, wußte ich warum;-) Die Fluggesellschaft Thai Airways hat ja eh einen guten Ruf bezüglich Beinfreiheit und Service, aber in diesem über 500 Passagiere fassenden Flieger, der dann auch noch halb leer war, macht selbst ein 10 1/2 Stunden Flug richtig viel Spaß!
Unser Flug startete in Frankfurt um 14:15 Uhr und wir kamen morgens um 6:30 in Bangkok an! Nachdem wir problemlos unser Gepäck vom Band geholt haben, sind wir gleich zur Skytrain Station, mit der man für wenig Geld klimatisiert und ohne Stau zur Stadtmitte gelangt! Es gibt Tagestickets, die wir uns dann auch an den anderen Tagen gekauft haben, an dieser Station konnten wir aber nur Tickets für einfache Fahrten kaufen! Nach ca. 30 min Fahrt stiegen wir aus und konnten zum ersten Mal die (Achtung Ironie!) herrliche Luft Bangkoks genießen! Dass es warm sein würde und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, das war mir bewußt. Dass es in einer Großstadt viel Verkehr und somit viele Abgase geben würde, war auch klar. Aber das übertraf meine Vorstellungen! Abgase, Essensgerüche und Kloake, eine ganz fürchterliche Mischung! Blöderweise hatte mich zwei Tage vor unserer Abreise noch ein fieser Magen/ Darm Virus erwischt, was natürlich die Empfindung vielleicht noch zusätzlich etwas verstärkt hat, weil ich noch nicht so ganz fit war bei unserer Ankunft!
Und da waren wir also, mitten in Bangkok! Mit unseren Koffern und einer kleinen Karte in der Hand stiegen wir aus, um uns zu orientieren, wo wir denn nun unser Hotel finden würden. Aber und das sollte noch ganz typisch für Bangkok werden, sobald man mit einer Karte oder einem ratlosen Blick irgendwo an der Straße steht, wird man von einem Tuk Tuk Fahrer angesprochen! Und hier gilt, wie wir vorher schon von erfahrenen Bangkok Urlaubern gehört haben, größere Vorsicht. Die Jungs ziehen einen gerne mal über den Tisch, was die Preise angeht oder fahren auch mal extra bei einem Geschäft vorbei, damit man dort noch etwas kauft! Naja so eine Fahrt sollte man trotzdem mal mitmachen, dachten wir und so haben wir uns also überreden lassen, mit zu fahren. Hotelname gesagt, Preis verhandelt und schon ging´s los. Mit unserem Gepäck quetschten wir uns auf die kleine Bank und düsten mit unserem Fahrer kreuz und quer durch den Verkehr von Bangkok, was manchmal ganz schön angsteinflößend war.... Nach fast 30 min Fahrt, was schon etwas ungewöhnlich war, denn mittlerweile hätten wir laut unserer Karte schon längst an unserem Hotel sein müssen, machte der Fahrer an einem kleinen Platz halt, wo noch mehr Tuk Tuk Fahrer standen und fing an sich mit einem Kollegen zu unterhalten! Der erklärte uns dann auf englisch, dass unser Fahrer das Hotel nicht kennen würde! Na toll danke, das hörte sich 30 min vorher noch anders an.... Nach kurzer Wegerklärung durch den anderen Tuk Tuk Fahrer fuhr der Gute dann weiter. Um ca. 5 min später wieder an den Straßenrand zu fahren und uns mit zu teilen, er könnte uns nicht weiter fahren. So was kann man ja gut gebrauchen, wenn man schon etliche Stunden auf den Beinen ist und mit noch viel zu warmen Klamotten mitten in Bangkok steht! Glücklicherweise bekamen wir an der sehr belebten Straße gleich ein Autotaxi und nach weiteren gut 45min standen wir vor unserem Hotel!
Im Holiday Inn Silom angekommen, checkten wir gleich ein und mussten noch etwa eine Stunde warten um dann um halb elf unser Zimmer beziehen zu können! Das Zimmer war recht groß, auch wenn schon etwas älter, war es sauber und wir würden es jederzeit weiter empfehlen.
Nachdem wir uns kurz frisch gemacht und dem Klima klamottentechnisch angepasst haben, ging es los zur ersten Erkundung! Teils mit einer Linie der Skytrain, deren Station nur 5min vom Hotel entfernt liegt, teils zu Fuß, war einer unserer ersten Anlaufpunkte das berühmte Jim Thompson House. In dem Anwesen wohnte der 1906 geborene amerikanische Kunstsammler und Seidenhändler Jim Thompson. Inmitten wunderschöner Gärten kann man neben asiatischer Kunst bei den alle 20 min statfindenden Führungen (englisch und französisch) auch Teile verschiedener landestypischer Häuser aus Zentralthailand bestaunen!
 Erst war ich etwas verwundert, weil die Türschwellen in den Durchgängen zu den Zimmern so hoch waren bis das nette Thaimädel, das unsere Führung leitete erklärte, dass man in Thailand glaubt, dass es Unglück bringt, wenn man auf die Türschwelle tritt. Die Thais glauben, dass Geister/ Seelen in den Türschwellen leben und wenn man darauf tritt, könnte man eben diese verärgern und dem Haus somit Unglück bringen! Während der Führung hat man übrigens wie so oft in Thailand keine Schuhe an!
Am frühen Nachmittag kam dann ein erstes Hungergefühl auf und so machten wir uns auf in Richtung der ganzen Einkaufszentren, die mit ihren Foodcourts gute Alternativen bieten zu den typischen, teils mehr als unhygienisch aussehenden, Garküchen, welche man sonst so überall am Straßenrand findet. Bevor wir in Bangkok ankamen, war ich ganz wild darauf, etwas von diesen kleinen Straßenständen zu versuchen, aber als ich dann gesehen hab, wie Teller und Besteck in süffigen Plastikeimern ausgeschwenkt wurden und dass es kein fließendes Wasser gibt, wo sich die "Köche" mal die Finger waschen könnten, kam ich da sehr schnell von ab. Und auch mein Mann der da oft weit weniger empfindlich ist, als ich es bin, war ganz froh um die Alternative Shoppingmall!  Wir wurden dann im Siam Center fündig. Dort gab es eine Riesen Auswahl an Thai und anderen asiatischen Köstlichkeiten, preismäßig gar nicht mit dem zu vergleichen, was man bei uns für so ein Gericht zahlen würde. Es gab verschiedene kleine und größere Restaurants und einen riesigen "Marktplatz" mit vielen kleinen Küchen, wo man sich dann auch von verschiedenen Küchen etwas holen und an einem beliebigen Platz etwas essen konnte. Bezahlt wurde mit einer Karte, die man sich dort vorher kauft. Auf dies Karte bucht man erst Geld drauf und später bekommt man den Kartenpfand und das Restgeld wieder ausgezahlt!
Wir haben uns Tom Yam Gung (sauer, scharfe Suppe mit Garnelen) geteilt, das auf einem Stövchen noch schön weiter köchelte und Reis dazu gegessen!
Frisch gestärkt ging es weiter über den Skywalk, große Betonbrücken, die die verschiedenen Einkaufszentren miteinander verbinden und ein bißchen die Fußgänger vor dem Autoverkehr schützen!
Um nochmal von dem Autolärm und den Abgasen weg zu kommen, machten wir uns auf den Weg zu Bangkoks grüner "Lunge", dem Lumphini Park. Gegen Abend kann man dort den Joggern und Walkern dabei zu sehen, wie sie ihre Runden um den künstlich angelegten See drehen! Wir haben uns etwas kaltes zu trinken mitgenommen und uns ein schattiges Plätzchen ausgesucht, um uns etwas auszuruhen, denn so langsam waren wir doch recht müde und kaputt, da wir im Flugzeug nicht geschlafen und somit schon über 24 Stunden wach waren!
Allerdings war die erste Platzwahl nicht die beste, weil schon besetzt....
Dort hatte es sich schon ein Waran unterm Baum gemütlich gemacht, was einem schon irgendwie surreal vorkam, da wir doch gerade noch von so vielen Autos und Betonklötzen umgeben waren und dann lag da ein ca. 1,5m langes Tier vor uns (also erst hinter uns bis wir ihn bemerkten!!!).
Das Fazit am ersten Tag Bangkok fiel nicht gerade sehr positiv aus.... So vieles hatte ich vorher von Freunden gehört, die begeistert waren von Bangkok und Thailand und ich war erstmal nur enttäuscht von Thailand an sich! Wo waren denn die ganzen netten, lächelnden Menschen? Viele griesgrämige Verkäufer, Taxi und Tuk Tuk Fahrer haben mich erstmal sehr abgeschreckt. Ich habe noch nie so viele Menschen in der Nase bohren sehen (ja wirklich, pfui!) und ich bin noch nirgends so oft angerempelt worden...
Immer wieder stellte ich mir die Frage, liegt es an mir, bin ich vielleicht zu spießig für Thailand?
Waren meine Erwartungen zu hoch? Ich habe mit Begeisterung schon einige andere Großstädte gesehen: New York, Las Vegas, Rom, London, Toronto, Miami, Dubai.... Aber hier wollte ich erstmal nur schnellstmöglich wieder weg!

Ich weiß nicht, wann ich zum letzten Mal so früh im Bett lag, aber um viertel nach sieben lagen wir, frisch geduscht und völlig k.o. von unserem ersten Tag in Bangkok, im Bett und schliefen sofort ein.....

Sawatdi Kah ;-)
Eure Karina

Verlinkt bei der Urlaubslinkparty vom Nähfrosch

Donnerstag, 20. November 2014

Graue Else Maus

Liebe auf den zweiten Blick, wäre hier auch der passende Titel gewesen!
Voller Tatendrang hab ich mich am Dienstag ans Werk gemacht und wollte endlich eine Else nähen, um an Schneidernmeistern´s Linkparty teilzunehmen!
Nachdem ich schon tagelang über die Stoffwahl gegrübelt habe, der ein oder andere hat es ja vielleicht auf Instagram gesehen, konnte ich mich endlich für diesen grau schwarzen Ringelsweat entscheiden!
Dann kam aber auch schon die nächste große Entscheidungsfrage, welche Else soll´s denn werden? Else 7 auf einen Streich, heißt eben auch, dass man mehrerer Wahlmöglichkeiten hat. Das ist wie bei zu großen Speisekarten, je mehr Auswahl, um so schwerer kann man sich für etwas entscheiden!
Irgendwann wußte ich es dann, eine Mischung zwischen Jogger Else und Else maritim;-) Also eigentlich gibt´s noch mehr als nur 7 Kombinationen, wer gut in Mathe ist, kann so was sicher mit links ausrechnen...
Beim Nähen hatte ich ganz schöne Knoten im Hirn, aber eigentlich ist es ja ganz easy, war schließlich nicht mein erstes Kleidungsstück, aber manchmal versteht man die einfachsten Dinge nicht....
Ich habe also den weiten Ausschnitt gewählt und die Kapuze dazu. Das vordere Teil, also da wo die Kapuze nicht mehr hinreicht,habe ich unversäubert gelassen! Ich besitze nämlich einen Hoodie, bei dem der Ausschnitt genauso ist und den mag ich sehr, also übernommen;-)
Außerdem habe ich die Kängurutasche aufgenäht, besonders schön finde ich hier, dass man sieht, dass der Stoff zwei schöne Seiten hat! Einmal die breiten und einmal die dünnen Ringel!
Die Ärmel sind überlang, das mag ich ja besonders gerne, weil ein Kleidungsstück damit gleich kuscheliger wird!!!
Für die Kapuzenbänder habe ich Ösen eingeschlagen und Schnürsenkel mit kleinen Schnurrbärten drauf eingezogen;-)
Die Länge ist die Rocklänge, die eigentlich mit Bündchen verarbeitet wird, aber breiter, damit es etwas ausgestellter wird!
Graue Strunpfhose und meine grauen Strick-UGG´s passen  perfekt dazu und machen ein neues Lieblingsoutfit daraus!!!
Nachdem ich meine Else fertig hatte, hab ich sie anprobiert und den ganzen Abend nicht mehr ausgezogen! Den Elseschwestern unter euch muss ich ja nicht erzählen, dass Else Suchtfaktor hat;-)
Und somit sind schon weitere in Planung, die ich hoffentlich noch vor meinem Urlaub fertig bekomme, damit ich nochmal bei Monika verlinken kann;-) Zu Rums schaff ich es aber erstmal nur noch heute, da es nächsten Dienstag schon nach Thailand geht und dann gibt´s ne kleine Sendepause;-)
Und um auf den Vergleich mit der Speisekarte zurück zu kommen: Kennt ihr das, wenn ihr irgendwo etwas gegessen habt und ihr es lecker gefunden habt, dass ihr dann beim nächsten Mal wieder genau das Gleiche bestellt?!? Das ist typisch Karina!!! Also wundert euch nicht, wenn ich bei der ganzen Auswahl, die Else bietet, wieder genau die gleiche Version  nähe;-P

Liebste Grüße Eure Karina

Donnerstag, 13. November 2014

Alice die zweite: Die Kuschelversion

Nachdem ich euch letzte Woche die lässige Hippie Version  gezeigt habe, gibt´s heute die relaxte Kuschelversion, gerade richtig bei diesem nass kalten Schmuddelwetter, das hier die letzten Wochen Einzug  hält. Ich bin ja doch ein bißchen froh, dass ich meine Sommersachen für dieses Jahr noch nicht weg packen muss und in zwei Wochen wieder tragen kann;-P
Genäht aus kuschligem Chevron Wintersweat in schwarz, weiß und Jersey in mint!
Bei diesem Sweatshirt habe ich zum ersten Mal Fake Covernähte gemacht, weil mir das bei Danny so gut gefallen hat, das geht total easy und sieht ganz schick aus wie ich finde;-) Eine kleine Anleitung gibt´s zum Beispiel hier!
Außerdem habe ich hier auch die Ellbogenpatches aus dem E-Book aufgenäht! Die sitzen noch ein bißchen tief, aber ist halt ein Probenähen und im finalen E-Book passt es jetzt:-)
Und jetzt husch ich schnell zu Rums, musste mich heute kurz fassen, da ich so spät dran war mit dem Schreiben des Post´s! Der Donnerstag kommt aber auch immer so plötzlich;-)

Liebste Grüße Eure Karina

Freitag, 7. November 2014

Ein Loop geht immer!!!!

Wie gestern schon angekündigt zeige ich euch heute meinen Knöpfchenloop Autumn, den ich für die liebe Andrea vom Blog Fräulein An, zur Probe nähen durfte!
Der ein oder andere fragt sich vielleicht, ob man wirklich ein E-Book braucht, um einen Loop zu nähen!?!? Nein sicher nicht, aber das ist ja auch nicht irgendein nullacht15 Loop;-)
Kennt ihr das: Novemberwetter, kalt, nass, windig und ihr müsst nach draußen! Ihr braucht jetzt dringend nen Loop, aber ihr habt euch gerade frisiert und geschminkt.... Spätestens wenn ihr an euerem Zielort angekommen seid und ihr den Loop wieder auszieht fliegen die Haare und der Loop hat Make up Flecken!
Gut, dass man diesen Loop aufknöpfen kann;-P
Aber auch wenn ihr euch um Frisur und Make-Up nicht ganz so viele Sorgen macht, ist dieses E-Book eine lohnenswerte Investition!!! Durch die Knöpfe und die Paspel hat der Loop gleich eine richitg schicke Optik wie ich finde!!!!
Reich bebildert und sehr ausführlich werden die einzelnen Nähschritte erklärt.
Auch das Herstellen und Annähen von Paspelband werden prima und leicht verständlich erklärt.
Hier habe ich die Lange und somit doppelt gelegte Version des Loops genäht! Im E-Book ist auch eine kurze Version erklärt, die zeige ich euch auch noch demnächst!
Außen habe ich einen etwas dickeren Jersey von Stoff und Stil vernäht und bin mehr als begeistert von der Farbe! Ich glaube, ich brauche mehr Kleider in dieser Farbe;-)
Innen hab ich eine Fleecedecke mit Leomuster vernäht, die mir meine Mama mal aus einem Ausverkauf mitgebracht hat, mit dem Hintergrund, dass ich die vielleicht mal zum Nähen gebrauchen könnte!<3
Die Knöpfe habe ich bei Karstadt gekauft, die Schlaufen für die Knöpfe sind eigentlich Schnürsenkel (Tipp: Ebay=>Tubelaces!). Das Paspelband habe ich aus einer Gummikordel und weißem Kunstleder selbst hergestellt!

Absolute Kaufempfehlung vor allem für Anfänger, aber auch Fortgeschrittene werden viel Freude mit diesem E-Book von Fräulein An haben!
Und damit bin ich heute zum ersten Mal bei donarl´s Linkparty Outnow, der Linkparty für Probenähergebnisse dabei! Prima um sich mal umzuschauen, welche neuen E-Books denn auf dem Markt sind;-)

Liebste Grüße Eure Karina



Donnerstag, 6. November 2014

Alice, die Erste: Hippie Deluxe

Dieser Post sollte eigentlich schon letzte Woche online gehen, aber manchmal macht einem das Leben 1.0 einen Strich durch die Rechnung und so hatte ich letzte Woche so gar keine Lust auf Bloggen und Rums und sonst irgendwas....
Aber die liebe Danie von hennepruella war sehr verständnisvoll und so zeige ich heute meine erste Alice (von drei!), die beim Probenähen entstanden ist!!!
Meine absolute Lieblingsalice<3 Den Ausschnitt hab ich etwas vergrößert und nur einmal umgenäht, also ohne extra Bündchen! So fällt der Ausschnitt schön über die Schultern!
Den Bund habe ich gar nicht versäubert und einfach nur einrollen lassen!
Genäht aus dem tollen Glitzersweat von Stoff und Stil!
So ganz wintertauglich ist diese Version zwar nicht gerade, aber mit einem Trägershirt drunter und nem Loop drüber, geht das schon! Und wenn ihr noch eine Idee für einen etwas ausgefalleneren Loop braucht, dann schaut unbedingt morgen wieder hier rein. Dann zeig ich euch den tollen Knöpfchenloop Autumn, den ich für Fräulein An nähen durfte!  Vielleicht ein Rums für nächste Woche? Denn wir wissen ja alle: Ein Loop geht immer!!!
Diese Alice hat es auch besonders meinen Freundinnen angetan und so hatte sie auch einen "exklusiven" Auftrtritt beim Schmuckshooting meiner Cousine für ihr Label Cor:TT!
 

Alice ist ein Raglan Fledermaus Sweater und sehr wandelbar, was man bei den ganzen verschiedenen Ergebnissen der anderen Probenäherinnen sieht! Besonders angetan hat es mir Danie´s Disco Alice, die geht mir nicht mehr aus dem Kopf und so hab ich noch mindestens zwei Alice Versionen im Sinn, die ich in nächster Zeit nähen möchte;-) Dann kann ich fast schon bis Ende des Jahres Alice rumsen:-P

 
Ich bin einfach immer wieder erstaunt, wie sich so ein Probenähen entwickelt und jede ihre ganz eigene Vorstellung von einem Lieblingskleidungsstück durchsetzt!!! Vielen Dank liebe Danie, dass ich dabei sein durfte!<3
Und wer es jetzt noch nicht hat, los kaufen klick ;-)

Liebste Grüße Eure Karina

Mittwoch, 5. November 2014

Zurück zu den Wurzeln

Angefangen hat dieser Blog mit der Geschichte von unserem Sternenkind Quentin! Unschwer zu erkennen, dass hieraus auch der Name meines Blogs entstanden ist!
Aber wenn ich mich auf meinem Blog so umschaue, habe ich schon sehr lange nichts mehr über unseren kleinen Kürbis geschrieben! Das liegt zum einen sicherlich daran, dass es nicht immer einfach ist, darüber zu schreiben. Aber auch daran, dass einen einfach das Leben irgendwie einholt, man vom Alltag überrollt wird. Da gab es viele Überstunden auf meiner Arbeit und im privaten gab es Hochzeiten, Krankheiten, runde Geburtstage und vieles mehr, was definitv wichtiger war als das Bloggen.
Auf dem Blog gab es ein Probenähen nach dem anderen. Das hat mir sehr gefallen, ich mag es sehr gerne, an E-Books mit zu arbeiten. Schnitte zu testen, Fotos zu machen und mich mit anderen Näherinnen und Bloggerinnen auszutauschen. Schön ist vor allem, dass man  über den Blog, über Instagram, per Mail und whatsApp auch privatere Eindrücke von vielen Bloggerinnen bekommt. So durfte ich auch schon ganz wundervolle Bloggerinnen in echt treffen, ich durfte einen Gastpost verfassen und vieles mehr! Vor einem Jahr noch unvorstellbar, habe ich durch meinen Blog so vieles erleben dürfen, wofür ich wirklich dankbar bin!
Aber ich merke auch, dass ich schnell enttäuscht bin, wenn ich eben nicht für ein Probenähen angenommen werde. Dass ich schaue, wieviel Kommentare nun dieses Shirt bekommen hat oder wie oft meine Seite aufgerufen wird! Manchmal überlege ich, was gut ankommen könnte bei anderen, aber ist es das wirklich was ich will hier auf meinem Blog? Eigentlich nicht!
Lieber habe ich nur 50 Leser, die sich für mich, meine Geschichte und meine genähten Sachen interessieren, als 100, die nur einmal drauf und dann weg klicken! Das Schöne am Bloggen sind auf jeden Fall die Kommentare, aber doch eher die, bei denen man merkt, dass sich jemand beim kommentieren Gedanken darüber macht, was und wie er kommentiert, als ein kopierter Kommentar, der noch bei 60 anderen unter einem Post steht! Auch mir fällt nicht immer was super kreatives und witziges ein, aber wenn man sich nicht nur die Bilder anschaut, sondern auch die Texte dazu durchliest, kann das schon viel helfen;-)
Ich möchte gern wieder mehr schreiben hier auf meinem Blog, so wie es meine Zeit halt zuläßt. Ich würde gern wieder mehr in anderen Blogs lesen, das ist seit ich einen eigenen Blog habe sehr in den Hintergrund getreten. Wie macht ihr das, liebe Bloggerinnen? Nehmt ihr euch feste Zeiten zum Bloggen und Blog lesen? Für Tipps wäre ich sehr dankbar!
Was mir hier auf dem Blog passiert ist, ist auch das, was ich im Leben 1.0 bemerkt habe. Nach Quentins Tod habe ich vieles mit anderen Augen gesehen! Es gibt Dinge, die lohnen nicht, sich darüber aufzuregen oder auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden. Aber wie ich zu Anfang geschrieben habe, irgendwann holt einen der Alltag wieder ein und man ist sich den wirklich wichtigen Dingen im Leben nicht mehr bewußt!
Bis einem das Leben doch wieder zeigt, wie wenig Einfluss man darauf hat! Aber das ist eine andere Geschichte und für heute habe ich euch auf jeden Fall genug zu lesen gegeben!

Liebste Grüße Eure Karina